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Ich hätte da gerne mal ein Problem...


Das Fehlverhalten des Hundes besteht rein aus menschlicher Sicht und wird oft erst zum Problem, wenn etwas passiert ist!
Das Tier verhält sich immer artgerecht und zeigt oft schon sehr lange Zeit, dass was nicht stimmt und woran es ihm fehlt. Wir
Hundehalter haben nur verlernt, den Hund als das zu akzeptieren, was er ist: Nämlich ein triebgesteuerter Beutegreifer!

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Hunde ersetzen heutzutage den Partner, den treuen Freund, das Kind, sie leisten uns Gesellschaft und wir packen unsere gesammelten, menschlichen Emotionen auf ihre Schultern. Wir lassen ihn alleine, gehen arbeiten und glauben, dass dieses hoch soziale Rudeltier versteht, ja sogar weiß, warum wir es nicht mitnehmen können und dass wir ja wiederkommen. Er weiß es aber nicht!

Alle Hunde leben im "Hier und Jetzt" und alles, was sie wissen ist, dass Sie weg sind!

Wenn Ihr Hund innerhalb unserer Gesellschaft ein unerwünschtes Verhalten zeigt, sollten Sie es umlenken. Ganz egal, wer daran Schuld hat, denn das spielt für eine gemeinsame Arbeit im Wesentlichen keine Rolle. Rätseln Sie nicht länger, wer oder was daran Schuld haben könnte. Wichtig ist einen möglichst effektiven Weg zu finden, das Problem in den Griff zu bekommen. Sie müssen dabei nur Änderungen akzeptieren!

Haben Sie also ein Problem mit Ihrem Hund, dann müssen Sie umdenken! Egal, ob es Fehlverhalten ist, wie das Dauerbellen am Gartenzaun, den Besuch anspringen, ständiges Leineziehen oder schon Aggression, die sich gegen Artgleiche und/oder Mensch richtet! Ob Ihr Hund bereits ein Jagdproblem hat (Beute gerissen hat!) oder nur hinter Objekten herhetzt! Ob er hochgradig verängstigt ist oder nur sehr schreckhaft! Ob das Tier unter Trennungsangst leidet oder sogar Stereotypien zeigt!

In all diesen Fällen kann ich Ihrem Hund helfen, wenn Sie bereit sind umzudenken! Erst wenn Sie aufhören, seltsame Ausreden zu formulieren und nach entsprechenden Lösungen zu suchen, kann die Ursache erkannt und angegangen werden! Der Mensch neigt fälschlicherweise dazu, nach Lösungen für das gezeigte Fehl- oder Problemverhalten seines Hundes zu suchen, ohne dabei den Ursachen auf den Grund zu gehen. Es wird dann selbst oder durch unerfahrene Hundetrainer an den Symptomen dieses Verhalten gearbeitet, die aber lediglich nur die sichtbaren Auswirkungen einer Verhaltensstörung sind. Beispiel: Es klingelt und Ihr Hund rennt wie blöde zur Türe und bellt. Keiner hat es Ihrem Hund beigebracht und trotzdem hat er/sie es drauf.

Bei mir wird nicht am Symptom gearbeitet, sondern an der Ursache des Fehl-/Problemverhaltens Ihres Hundes.

Im Normalfall schleicht sich das gezeigte Fehlverhalten langsam und über einen längeren Zeitraum ein. Kommt von Ihnen nichts oder zu wenig, steigt das Problem in der Intensität, bis hin zu Aggression und/oder Frustration. Dies äußert sich dann ganz unerwartet und "plötzlich", indem das Tier zuschnappt. Für den Hund ist dies aber ein "normales" Verhalten!

Ein Hund beißt nur, wenn er sein Leben bedroht sieht oder eine überlebenswichtige Ressource verteidigen bzw. sichern muss (Ausnahme hier ist erlerntes, anerzogenes Verhalten!). Leider hält sich das Gerücht der gefährlichen Hunderassen ebenso hartnäckig wie das des kinderfreundlichen Familienhundes. - Beides gibt es nicht!

Der Hund muss zeigen dürfen, welches Problem er mit sich herumschleppt, damit ich ihm helfen und Sie entsprechend trainieren kann. Wenn Sie ein Problem damit haben, dass Ihr Hund "plötzlich" ohne ersichtlichen Grund in die Beine beißt, dann lasse ich mir vom Hund zeigen, wieso er sich in diesem Moment nicht anders verhalten kann. Nur so kann ich die tatsächliche Ursache erkennen und effektiv daran arbeiten.

Verbieten Sie Ihrem Hund das Beißen, erreichen Sie damit lediglich, dass er in ein Meide- oder ein Übersprungverhalten fällt. Da Sie nicht immer und überall kritischen Situationen aus dem Weg gehen können, ist es eine Frage der Zeit bis etwas Schlimmeres passiert.

Ist die tatsächliche Ursache schließlich erkannt, kann ich anfangen, mit Ihnen zu arbeiten. Dabei spielt für mich weder die Vorgeschichte des Hundes eine Rolle, noch die Fehler des Besitzers.

Worauf ich aber nicht verzichten kann, ist die Bereitschaft von Ihnen, die Situation verändern zu wollen und Ihre absolute Mitarbeit während des Trainings.

Es wäre äußerst unglücklich, wenn Sie während der Zusammenarbeit die Lust verlieren, weil Ihnen das Training zu anstrengend ist, oder es Ihnen zu viel wird! Gerade was die Aggression auf Menschen betrifft, müssen Sie sich der Verantwortung stellen und das Training auch durchziehen. Brechen Sie mittendrin ab, bekommen Sie möglicherweise ein noch ernsteres Problem mit ihrem Hund, als Sie es bisher hatten!