Bild "k-P-gelb-u.png"

Warum braucht mein Hund das?

In der Schulung für Hundehalter bereite ich Ihren Hund auf das Leben an Ihrer Seite vor. Die individuelle Gestaltung der Schulung wird während der Beratung vor Ort mit Ihnen abgesprochen und richtet sich nach Ihrem Kenntnisstand und dem gezeigten Verhalten Ihres Hundes. Die Fähigkeit Ihren Hund zu führen und das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Hund herzustellen, ist zunächst das Ziel dieser Schulung.

Warum Führung und Vertrauen?

Führung bedingt ein sicheres, souveränes und angemessenes Verhalten von Ihnen gegenüber Ihrem Hund - in jeder Situation.
Es beinhaltet auch den Anspruch auf Entscheidungen..... - Entscheidungen über Ressourcen; Entscheidungen darüber, wann angesichts bestimmter
Situationen Handlungsbedarf besteht... oder eben nicht. Damit Ihr Hund freiwillig diese Entscheidungen Ihnen überlässt, bedarf es eines unbedingt:

Vertrauen in Ihre "Führungsqualitäten" ... und wiederum Ihre Fähigkeit, diesem Führungsanspruch in den Augen Ihres Hundes gerecht zu werden. Führung ist kein situatives Instrument - sie findet tagtäglich in vielen kleinen Gesten und Handlungen durch Sie statt.

Vertrauen lässt sich nicht per Kommando einfordern. Damit Ihr Hund im Vertrauen auf Ihr Handeln Ihnen die Führung überlässt, müssen Sie sich in den Augen Ihres Hundes auch angemessen verhalten; sein Vertrauen quasi verdienen. Dies gilt uneingeschränkt und "querbeet" - in Situationen, in denen Ihr Hund unsicher ist und Rückhalt bei Ihnen sucht, ebenso wenn Ihr Hund aus Mangel an Vertrauen in Ihre Führungsqualität es sich zur Aufgabe macht, „Bello“ von Gegenüber maßregeln zu wollen.

Wie vermitteln Sie nun aber Führung und Vertrauen?

Die primäre Sprache des Hundes ist die Körpersprache. Ihr Hund beobachtet und scannt Sie und Ihre Körpersprache den ganzen Tag. Oftmals steht Ihre Körpersprache im krassen Gegensatz zu Ihrem gesprochenem Wort. Hörzeichen führen zweifelsohne auch zum Ziel, jedoch entziehen diese Ihrem Hund die Grundlage, auf Sie zu achten.
An dieser Stelle ein kleiner Blick in die Natur:

Ist es die Aufgabe des Rudelführer, seinem Rudel stets zu signalisieren was dieses denn nun bitte tun soll? – Nicht im Geringsten! Es sind die Rudelmitglieder, die sich am Rudelführer orientieren und ihm in wichtigen Situationen die Entscheidung überlassen. Die Akzeptanz zur Führung entwickelt sich stets von unten nach oben, d.h. die Rudelmitglieder schenken demjenigen das Vertrauen, der alles "im Griff" hat und alles regelt, bzw. kontrolliert.

Ist dieses Ziel erreicht, spricht nichts gegen ein Einfließen der Sprache zu den wichtigsten Sequenzen - denn auch Ihr Hund wird alt und welche seiner Sinne als erstes an Schärfe verliert, kann man nicht vorher sehen.